Ärger mit den Aktionären ist ihm nicht fremd. Bereits vor einem Jahr wurde dem Spar-Chef Helmut Dotterweich der baldige Abgang prophezeit. Nun hat er aufgegeben. Während im Frühjahr 1998 nur einige Privatanleger unzufrieden waren mit dem Chef eines der größten deutschen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (Umsatz 1998: 15,6 Milliarden Mark), scheiterte Dotterweich nun am französischen Mehrheitsaktionär, dem Handelsgiganten Intermarché. Der Grund: Das Hamburger Unternehmen mußte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen deutlichen Ertragseinbruch hinnehmen. Die Sanierung der 1998 übernommenen Handelsketten Pro und Pfannkuch erwies sich als zu teuer und wurde anscheinend nicht sehr zügig in Angriff genommen. Auch die Großmärkte Eurospar müssen "strategisch neu ausgerichtet werden", so eine Firmenmitteilung. Dahinter verbergen sich vor allem Logistikprobleme - im Handel inzwischen das wichtigste Instrument zur Gewinnverbesserung. Nun soll erst einmal Finanzvorstand Arwed Fischer übernehmen.