Mein Vater ist 1934 bei einem Gestapo-Verhör in Hamburg ums Leben gekommen, meine Mutter nach Haftzeiten 1937 mit uns Kindern in die Emigration gegangen. Sie hat in ihrem letzten Lebensjahr die Schrecken der Verfolgung in ihrer Verwirrung noch einmal durchlebt.

Herbert Wehner wurde in Schweden verhaftet und wegen seiner illegalen Tätigkeit gegen Hitler-Deutschland, und damit gegen damalige schwedische Gesetze, verurteilt und ausgewiesen, aber zugleich war im Urteil festgelegt, er dürfe nicht in ein Land ausgewiesen werden, in dem er gefährdet sein würde. So konnte er bleiben.

Kurden, die gegen unser Recht gehandelt haben, müssen hier verurteilt, dürfen aber nicht ausgewiesen werden.

Deutschland, die ganze Europäische Gemeinschaft dürfen nicht wiederholen, was in den Jahren 1933 bis 1945 geschah, Menschen, die aus Lebensgefahr fliehen, den Aufenthalt zu verweigern. Laßt sie bei uns Demokratie erfahren, wie es uns in Schweden möglich war.

Greta Wehner, Dresden