Eine neuartige Behandlung von Allergien entwickeln Ärzte der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Sie testeten an Mäusen eine Gentherapie gegen Erdnußallergie (Nature Medicine, Bd. 5, S. 387). Die Nager fraßen Pillen, die ein chemisch raffiniert "verpacktes" Gen enthielten für ein stark allergieauslösendes Erdnußprotein. Das Gen wanderte aus der "Verpackung" in ihre Darmzellen und erzeugte das Protein. Dadurch sank im Blut der Mäuse die Zahl jener Antikörper, die bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielen. Die Mäuse bekamen seltener allergische Schocks als Kontrolltiere, wenn sie Erdnußextrakt fraßen. Die Methode funktioniert vermutlich ähnlich wie übliche Immuntherapien, bei denen Ärzte den allergisierenden Stoff unter die Haut spritzen: Das Immunsystem gewöhnt sich an das fremde Protein und stumpft ab. Die Gentherapie könnte aber effektiver sein und bei weiteren Allergien helfen. Noch allerdings ist sie weit von einer Anwendung an Menschen entfernt.