Der Artikel beruht auf einem Mißverständnis. Tatsächlich fielen willkürliche Entscheidungen auch nach der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte niemals in den Beurteilungsspielraum der Prüfer.

Es galt schon immer, daß Falsches nicht als richtig und Richtiges nicht als falsch bewertet werden darf. Neu und spektakulär an den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts ist die Einführung der Kategorie der "vertretbaren" Lösung beziehungsweise Antwort, durch die der Zusammenhang zwischen den vermittelten Lehr- beziehungsweise Unterrichtsinhalten und den Prüfungsinhalten aufgelöst wird. Diese höchst problematische Rechtsprechung hat im übrigen mittlerweile nicht nur Auswirkungen auf universitäre, sondern auch auf schulische Prüfungen und Leistungsbeurteilungen.

Dr. Thomas Böhm Hattingen