Durch direkte Injektion eines Spermiums in die Eizelle mit Hilfe einer feinen Nadel (Foto) sind bereits viele Männer Vater geworden, obwohl sie zu wenige Spermien für eine natürliche Befruchtung produzieren. Diese ICSI (für intracytoplasmatische Spermieninjektion) genannte Methode ist jedoch umstritten wegen des Verdachtes, daß sie gehäuft zu Mißbildungen und genetischen Defekten beim Nachwuchs führen könnte. Nun haben amerikanische und portugiesische Reproduktionsmediziner die ICSI-Technik bei Rhesusaffen angewandt und tatsächlich gefunden, daß dieser mechanische Weg zur Befruchtung vermehrt Störungen in ganz frühen Entwicklungsstufen verursachen kann. Dennoch gelte die ICSI-Methode weiterhin als "erstaunlich sicher", bisherige Studien fanden kein klar erhöhtes Mißbildungsrisiko bei ICSI-Babys. Wahrscheinlich sterben die meisten defekten Embryonen früh ab.