Gerne denken wir an Wenders' Himmel über Berlin zurück, den nicht mal Handke verfinstern konnte. "Als das Kind Kind war ...", so hübsch konnte Handke einst klingen. Damals, als der Mars Mars war, waren ihm seine politischen Aussetzer noch zu verzeihen. Das ist vorbei: "Der Mars greift an"! Was will uns der Wahlserbe damit sagen? Wolfgang Joop weiß die Antwort. "Servus, Peter Handke!" grüßte er ihn kollegial im Berliner Tagesspiegel. Schon als Jüngling habe er den Dichter als Schlafmittel entdeckt, und jetzt langweile er sich wohl selbst bei seinen schwierigen Werken: "Nach Jahren literarischer Depression will man vielleicht noch mal einen fetten Punkt statt eines Gedankenstrichs ans Ende seiner persönlichen Geschichte setzen. Das kann man verstehen! Man will auch mal nach oben schauen, vielleicht kommt da noch was!" Ja, was bloß? Ufos? Ratlos über Joops nobles Verständnis trösten wir uns damit, daß sich Handke bisher mit fetten Punkten begnügt, anstatt hinter jeden Blödsinn ein dürres Ausrufezeichen zu klatschen.