Der Mensch hat die Emission schädlicher Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zwar stark reduziert, dennoch könnte sich die löchrige polare Ozonschicht viel später erholen, als bisher angenommen. Zu diesem Schluß kommt eine Forschergruppe um den Nobelpreisträger Paul Crutzen am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz (Science, Bd. 283, S. 2064). Schuld soll der Treibhauseffekt sein, der zwar die Erde und untere Lufthülle erwärmt, aber die Stratosphäre abkühlt. Durch diese Kälte bilden sich dort vermehrt polare stratosphärische Wolken. Diese spielen eine wichtige Rolle in der Ozonbildung, indem sie Stickoxide aus der Stratosphäre entfernen. Genau dies bremse den Ozonzuwachs.