Lebensfreude ist das mindeste, was man dieser Spalte nachsagen kann. Insofern steht der Preisträger des zum zweitenmal ausgeschriebenen "Preises für Lebensfreude", gestiftet von Moët & Chandon, längst fest - wenn alles mit rechten Dingen zugeht, woran zu zweifeln wir deshalb keinen Anlaß haben, weil Dr. Hellmuth Karasek Mitglied der Jury ist. 35 Riesen, das wird ein Fest! Hiermit laden wir alle treuen und nachweislich unkränkbaren Leser dieser Spalte zu einem Butterbrot und einem Glas Veuve Cliquot ein. Den Rest der Flasche heben wir für Pamela Anderson auf. Dazu später mehr.

Ehrlich gesagt, wäre uns ein Schlückchen Veuve & Chandon schon jetzt ganz lieb, weil nämlich unsere Lebensfreude derzeit ziemlich moët ist. Und das kam so. Das Wochenende ist normalerweise für unsereins die gern ergriffene Gelegenheit, Lebensfreude auf intimstem Raum zu üben, und so hätte auch das Wochenende vom 10. und 11. April auf ersprießliche Weise vonstatten gehen können, hätte uns nicht das Hamburger Abendblatt ("Hebammen und Kirchen in Sorge") dringend gewarnt: Entbindungsstau in den Kliniken! Millenniumsstreß für die Gebärenden! Fehlgeburten, Psychoschäden!

Und jetzt die Qual bitterer Reue: Wir haben das Datum der Daten, den Akt der Akte schlichtweg verschleudert, aus Wankelmut, Kleingläubigkeit, mangelnder Manneskraft im entscheidenden Augenblick. Zu spät, zu spät.

So begrüßen wir also die Initiative von Moët & Cliquot aus ganzem Herzen. Und tun dies um so mehr, als es mit dem Zeugen in Zeiten des Krieges eine andere Bewandtnis, eine neue Ernsthaftigkeit haben muß. Wer A sagt (Bodentruppen!), muß auch B sagen. Der Frage nach dem Jahrtausendbaby hat sich der frühere Verteidigungs- und jetzige Kriegsminister Joschka Fischer, der eben im Jagdschloß Kranichstein mit 150 Gästen seine Hochzeit feierte, sicherlich längst gestellt. Wie anders wäre sein Jawort zu verstehen?

Zur Hebung der Lebensfreude im allgemeinen und der Truppe im besonderen zählt die Frage, der Bild mit gewohnter Gründlichkeit nachgeht, was nämlich aus den Möpsen von Pamela Anderson (ehemals 85 D) nach Entfernung der Implantate geworden sein mag. Komplikationen? Prof. Werner Mang (49) in Bild : "Der Knackpunkt sind die Brusthöfe." Darauf einen Dujardin.