Wie in den anderen Parteien rumort es auch in der FDP. Drei junge Mitglieder des Bundesvorstandes - Jorgo Chatzimarkakis, Mehmet Daimagüler und Martin Matz - wollen ihre Partei aufrütteln. Die ZEIT veröffentlicht das Thesenpapier.

Der Zustand:

Erstens: In den meisten Ländern Europas sind Liberale im Aufwind. In die deutsche FDP sind seit der Bundestagswahl über 3000 neue Mitglieder geströmt - die meisten davon jünger als 35 Jahre. Selten gab es in Deutschland so viel Raum für gute Opposition. Und dennoch: Die FDP stolpert von einer Wahlniederlage zur nächsten.

Zweitens: Die FDP kommt als Opposition noch nicht an. Union und FDP hatten verwechselbar ähnliche Kritik an Rot-Grün in den Mittelpunkt ihrer Europakampagnen gestellt - mit völlig unterschiedlichem Erfolg beim Wähler.

Drittens: Die Führungsspitze der FDP ist beherrscht von einem Kürzel: a. D.

Als Oppositionspartei ist es bisher nicht gelungen, eine sichtbare Zäsur zur 30-jährigen Regierungsbeteiligung im Bund zu verdeutlichen.

Viertens: Die FDP hat sich im Bundestag zu einer "Nörgelpartei" entwickelt.