Es erscheint dreist, sich gegen mehr Verbraucherschutz beim Handel im Internet zu wenden, wenn man damit selbst Geschäfte machen will. Trotzdem hat sich Bertelsmann jetzt vehement gegen den Plan der der EU ausgesprochen, Online-Shoppern das Recht einzuräumen, in ihrem Heimatland vor Gericht zu ziehen, wenn es zu Unstimmigkeiten beim elektronischen Einkauf kommt. Die Anbieter im Netz müssten die Verbraucherrechte in 15 Ländern beachten. Vor allem kleine Unternehmen dürften damit große Probleme haben. Insofern liegen die Bertelsmänner richtig. Fragen lassen müssen sie sich gleichwohl, ob es einem Verbraucher, beispielsweise aus Gütersloh, zuzumuten ist, sein Recht in New York einklagen zu müssen, wenn er dort, sagen wir einmal, ein Buch gekauft, aber nie erhalten hat.