Eigentlich sind alle meine Träume wahr geworden, denn ich kann mich als erfolgreicher Musiker den Dingen widmen, die mich am meisten interessieren - Musik, Fotografie und Film. Einen Traum würde ich mir aber gerne noch erfüllen: Ich möchte mir ein Haus bauen. Das klingt vielleicht seltsam, denn ich besitze bereits ein Haus in Athens im US-Bundesstaat Georgia, einer Stadt mit 90 000 Einwohnern. Es ist ein kleines, für die Gegend typisches Gebäude der Jahrhundertwende. Außerdem habe ich ein Apartment in Los Angeles und eines in New York.

Das Haus, von dem ich träume, ist das perfekte Haus. Von außen ähnelt es einem Aquarium. Seine Wände sind beinahe vollständig aus Glas, das Dach ebenso. Das Grundmaterial aber ist Beton. Ich liebe diesen Baustoff, weil er so schlicht ist. Außerdem ist er billig.

Das Haus steht im amerikanischen Süden, vielleicht aber auch irgendwo an einer Küste, in der Karibik oder am Mittelmeer. Wichtig ist nur, dass es dort sehr warm ist - möglichst subtropisch, vielleicht sogar tropisch, denn ich fühle mich bei Hitze sehr wohl. Alle Türen und Fenster des Hauses sind ständig geöffnet, damit eine leichte Brise durch die Räume weht.

Eingerichtet ist das Haus mit modernen Möbeln, mit Design-Klassikern. Stühle von Charles Eames finde ich großartig, zum Beispiel den berühmten Lounge Chair aus schwarzem Leder mit Fußschemel. Das Original ist sehr teuer, aber es gibt billige Kopien. Die Zimmerwände sind in kräftigen Farben gestrichen, vielleicht in Orange und in Blau. Das entspannt mich.

Das perfekte Haus ist am schönsten, wenn es zwischen anderen Häusern steht, die ganz verschieden aussehen das können auch alte Häuser sein. Ich finde es aufregend, wenn Baustile durcheinander gewürfelt werden.

Deshalb mag ich Lissabon, wegen seiner bizarren Kombination von Glasarchitektur und alten Gebäuden. Ich mag Hongkong - die bauen da, als wären sie geistesgestört. Ich mag New York, weil viele Häuser dort so marode sind. Deshalb hat man dort das Gefühl, von Geschichte umgeben zu sein. Ich mag Berlin, obwohl ich es immer als etwas kalt empfunden habe. Ich war im Ostteil der Stadt, bevor die Mauer fiel das war wirklich wild.

Ich mag auch Riesenstädte wie Los Angeles. LA ist die größte Vorstadt der Welt, sie scheint nirgendwo aufzuhören. So eine weiträumige Stadt macht eigentlich gar keinen Sinn. Trotzdem gefällt sie mir, weil es dort so viele bizarre Architekturen aus verschiedenen Epochen gibt. Dieses Nebeneinander sieht sehr radikal und schön aus. Solch eine Vielfalt vermisse ich an den meisten anderen Orten. Fast alle Gebäude, die man sich im Alltag anschauen muss, sind total langweilig.