Jules Vernes Ballonfahrer müssen nicht auf dem Boden der Tatsachen landen.

Das Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe untersucht derzeit seine Science-Fiction-Romane auf Realisierbarkeit - auf dem damaligen Stand der Technik, versteht sich. Das dürfte im Sinne des Museumspaten sein. Der 1934 gestorbene Wenzel Hablik hatte ähnliche Visionen - zwar beruhten diese ursprünglich ganz auf der Fantasie, technische Utopien kamen aber hinzu.

Luftkolonien skizzierte Hablik und Flugmaschinen. Zeichnungen, die das Museum heute zu einem Kleinod des Skurrilen in Schleswig-Holstein machen. Zum Ort für Traumtänzer. Denn bei aller Technikliebe blieben Habliks Visionen Wolkenkuckucksheime. Verne war der realistischere Fantast. U-Boot und Mondfähre gibt es heute - was, so vermittelt die Ausstellung, nicht auf Vernes seherische Kraft schließen lässt, sondern auf seine solide wissenschaftliche Bildung. Bis 26. September in Itzehoe, Reichenstraße 21, Telefon (04821) 603377.