Das erste Tor bei TM 3", jubelte der Kommentator, als Leverkusen gegen Lazio Rom in Führung ging. Und es war ein Tor für den Sender. Lange hatte man diesen Auftakt der Champions League herbeigesehnt - fast wie eine Weltmeisterschaft. Auch der Kaiser sieht in der Königsliga, die von 24 auf 32 Mannschaften aufgestockt wurde, eine Konkurrenz zu den Länderspielen. Die Uefa musste auf Druck so reicher Vereine wie Bayern München und Manchester United die Liga aufblasen.

Tatsächlich ist dieses Riesenturnier der besten Clubs Europas, dessen Finale am 24. Mai 2000 zu erwarten steht, höchst attraktiv. Das wusste auch Rupert Murdoch, als er für 200 Millionen Mark die Rechte für die nächsten vier Jahre erwarb. Sportereignisse, besonders Sahneschnitten wie Formel 1 oder Boxen, pushen die Quote am besten. Mit der Vermarktung der Champions League wird Murdoch es wohl schaffen, seine Neuerwerbung als Sportsender zu etablieren. Viele männliche Zuschauer haben den als Frauensender geschmähten Kanal letzte Woche erstmals eingeschaltet. Harald Schmidt witzelte, die Kameras seien doch von den Backsendungen noch ganz verschmiert, war sich aber nicht zu schade, den Fußballabend auf TM 3 mit seinem beliebten Bilderrätsel zu eröffnen.