Jetzt wurde aufgedeckt, was längst bekannt war: Die Aufstellung der DVU-Kandidaten für die Wahl in Brandenburg erfolgte nicht demokratisch, sondern wurde von Gerhard Frey aus München diktiert. Es war eine so genannte Blockwahl, das Abnicken einer Liste, vereinbar weder mit der Verfassung noch mit dem Landeswahlgesetz. Wird der Tatbestand nachgewiesen, muss die Wahl wahrscheinlich wiederholt werden. Ein warnender Spiegel-Bericht erschien im Juni

Verfassungsschutzerkenntnisse liegen vor, und im Übrigen wussten es alle: Die DVU war eine Phantompartei, die Kandidaten waren Dummys, von Bodyguards geführt und mit Sprechtexten aufgerüstet. Vor der Wahl verkrochen sie sich in ihren Wohnungen. Innerparteiliche Demokratie gab es nicht - mangels Partei. Frage also: Wozu gibt es Landeswahlleiter? Das Amt ist doch zugleich ein Prüfauftrag. Wenn jetzt die Wahl für ungültig erklärt werden sollte, dann hat die DVU einen doppelten Erfolg gehabt: Erstens hat sie mit Zombies das rechte Ressentiment über die Fünfprozenthürde gehievt, und zweitens hat sie die Steuerzahler mehr Geld gekostet, als Frey für sie je ausgeben musste - eine Blamage für Stolpes Rest-Preußen.