Samstag

Auf dem Flug von New York nach Nassau sagt der Kapitän: "Das Wetter auf den Bahamas ist wunderbar. 27 Grad, leichte Bewölkung, ein schwacher Wind aus Südost."

Von der Brücke, die sich in einem eleganten Bogen von der Hauptstadt Nassau nach Paradise Island, der kleinen Ferieninsel, schwingt, sieht man die Zinnen des Atlantis auftauchen. Wie eine rosarote Trutzburg überragt das riesige Resort mit seinen 2300 Zimmern alle anderen Hotels auf dem Eiland, auf dem einige tausend Touristen nichts anderes als Ruhe, Strand und Sonne suchen.

Meine Bleibe, das Pink House, versteckt sich unter Bambushainen, Kokospalmen und Ficusbäumen, gleich hinter dem Eingang zum Club Méditerranée auf der Westseite der Insel. Minni Winn, eine grazile alte Dame mit schneeweißem Haar und strahlenden blauen Augen, führt die vor 70 Jahren von einem amerikanischen Kaufhausmogul als Winterresidenz gebaute Pension zusammen mit ihrem Sohn Ralston. Von der Veranda vor meinem Zimmer im zweiten Stock schaue ich auf einen kleinen Teich, die Türme des Atlantis lassen sich durch den dichten Blätterwald nur erahnen. Der Himmel über Nassau ist ein Feuerwerk aus roten Farben.

Sonntag

Another day in paradise. Beim Frühstück plärrt im Hintergrund CNN. Der Wetterbericht erwähnt Hurrikan Floyd. "Bekommen wir den ab?", frage ich Minni. "Vielleicht dreht er nach Norden", antwortet sie. Ich gehe zum Strand und hole mir unter dem strahlend blauen Himmel einen Sonnenbrand.

Montag Morgen