Wissen ist ein Schatz, den man heben kann. Nur muss man ihn erst finden - was im Internet schwierig ist. Zwei Autoren haben sich ans Umgraben des Web gewagt, um lehrreiches Rohmaterial zutage zu fördern und für Schüler nutzbar zu machen. Dieser Sortierversuch war längst fällig und nicht vergeblich. Als Ergebnis präsentiert der Internet-Guide - nicht nur für Schüler - "das Wissen der Welt", gegliedert in 17 Lerngebiete. Natürlich bleibt vieles unerwähnt, aber das Buch setzt wichtige Wegmarken: Viele der Adressen sind von zeitloser Schönheit, weil sie auf verlässliche Institutionen verweisen wie die Bundesregierung oder Universitäten. Der Rest zeigt den Weg zu Web-Klassikern (zum Beispiel Suchmaschinen), zu regelmäßig aktualisierten Seiten (wie die von Zeitschriften) oder nennt ausgefallene private Homepages wie "Michaels Referatesammlung". Die Kommentare zu Seitenqualität und Verfassern könnten zwar aussagekräftiger sein, aber auf die Bewertungen ist Verlass. Auf fantasievolle Dreingaben der Autoren auch: Kleine Grinsegesichter zeigen, wo sich die Netspedition am meisten lohnt und wo es zum Drehwurm in der Cheopspyramide geht oder zum tierischen Alltag im Regenwald. Außerdem zeigen Pinnwände am Kapitelende das Wichtigste auf einen Blick, und das Internet-Quiz mit Comicbildchen fordert zum gezielten Antwortsuchen auf.

Günter W. Kienitz Bettina Grabis: Internet-Guide für Schüler Das Wissen der Welt und wo du es findest; Moses Kinderbuchverlag, Kempen 1999; 288 S., 29,80 DM