Zehn Mark Nachlösegebühr soll jetzt löhnen, wer die Fahrkarte erst im Zug kauft! Ja, da schreien die Medien auf. Wir nicht. Wir vertrauen dem transparenten, weltweit führenden Tarifsystem der Deutschen Bahn AG (für das sich übrigens auch die Volksrepublik China interessiert) und dürfen gelassen sagen: So schlimm wird's nicht. Denn, da sind wir uns sicher, die neue Bestimmung gilt gewiss nur, wenn die Beförderungsdauer über zweieinhalb Stunden liegt. Beziehungsweise zwischen Städten mit ungeraden Postleitzahlen oder auch Postleitzahlen, die durch vier teilbar sind, sofern sie nicht auf -burg oder -heim enden, beziehungsweise an allen Tagen zwischen dem 3. Mai und dem 26. September, aber nicht vor 9 und nach 24 Uhr und auch nicht beim CityPlusZwei- und CityNice&Easy-Ticket, die ohnehin an die BahnCard und an die CityLightLine gebunden sind. Kommt der Zug allerdings aus der Gegenrichtung oder fährt in dieselbe, ist - diese Regelung versteht sich von selbst! - nur die halbe Gebühr zu zahlen, übrigens auch in der ersten Klasse, vorausgesetzt, es herrscht Vollmond. Steht aber der Widder im Kreis des Steinbocks beziehungsweise im Haus des Schweins, ausgenommen im Jahr des Großen Bären, braucht der Kunde selbstverständlich - sagten wir Kunde?