Über Jahrzehnte ging es mit den Beiträgen zur Sozialversicherung immer nur bergauf. Zuletzt war die Regierung Helmut Kohl mit ihrem Vorsatz gescheitert, die gemeinsam von Arbeitnehmern und Unternehmen zu tragende Last zumindest unter 40 Prozent des Bruttolohns zu drücken. Nun aber scheint der stete Anstieg der Beiträge gestoppt, die Sätze der Rentenversicherung sinken seit Anfang dieses Jahres sogar. Ohne Schmerzen geht das allerdings nicht: Einen Teil des nötigen Geldes bringen Wirtschaft und Beschäftigte über die Ökosteuer selbst auf die Alten müssen zwei Jahre auf reale Rentensteigerungen verzichten. Schließlich brachten die Änderungen bei den 630-Mark-Jobs mehr neue Beitragszahler, als selbst Optimisten in der Regierung erhofft hatten.