Man muss es sich wohl als eine Art Last-Minute-Reise vorstellen. Am 13.

Oktober erschien am TUI-Schalter auf dem Münchner Flughafen ein auffallend smarter, grauhaariger Herr und fragte die Bodenstewardess: "Fliegen Sie zufällig nach Mallorca?" Die bejahte. Der Herr stieg ein und flog davon.

Dass den Passagier der Flug beinahe nichts kostete, lag nicht etwa daran, dass es sich um Gerhard Glogowski, den Ministerpräsidenten von Niedersachsen, handelte und dass der in Hannover ansässige Touristikkonzern TUI dem Landesvater einen geldwerten Vorteil zuschanzen wollte. Ach was, sagt der Sprecher der TUI, eine Rechnung habe man nicht stellen wollen, weil die Maschine doch sowieso geflogen sei.

Täglich fliegen Tausende von Menschen mit TUI zu Hunderten von Zielen. Und bestimmt werden es jetzt immer mehr. Sie alle freuen sich auf den neuen Sowieso-Tarif.