Wie können Sie erklären, dass ein prominenter CDU-Mann einen Koffer mit Banknoten entgegennimmt wie in einem mittelmäßigen Agentenkrimi?

Das kann ich nicht nachvollziehen. Mich hat Geld nie sinnlich gemacht. Auch die Frage nicht, wie viel Kies einer im Koffer hat. Für mich ist eine Million eine arithmetische Größe.

Was dachten Sie, als Sie von der jüngsten Parteispendenaffäre hörten?

Wenn ich Mitglied der CDU wäre, würde ich so lange fragen, bis ich eine befriedigende Antwort nach dem Verbleib der Gelder bekäme. Ich verstehe auch Heiner Geißler nicht, der sich hinstellt und sagt: Ich habe etwas geahnt, aber ich habe weggeguckt. Der hätte Krach schlagen oder zurücktreten müssen.

Ist Ihre Distanz zum Parteienstaat größer geworden?

Zu einer Partei, deren führende Leute im Abstand von 24 Stunden sagen, sie hätten nicht gewusst, wo die Mittel herkamen und wie sie verwendet wurden, habe ich kein Vertrauen. Wenn mir das in meinem Berufsleben mit irgendeinem Mitarbeiter passiert wäre, dann wäre dessen Verbleib mit Sicherheit kürzer als 24 Stunden gewesen.

Sehen Sie Ähnlichkeiten zur Parteispendenaffäre vor 17 Jahren?