Worte der Woche

"Der Bundesvorstand ist der Überzeugung, dass Helmut Kohl seine Pflichten als Ehrenvorsitzender verletzt, wenn er sich weiterhin weigert, seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise und zur Aufklärung der Verfehlungen zu leisten. Solange er diesen Beitrag nicht leistet, sollte er sein Amt als Ehrenvorsitzender ruhen lassen." Beschluss des CDU-Bundesvorstands

"Ich sehe mich außerstande, mein Versprechen, das ich einigen Persönlichkeiten, die meine Arbeit in der CDU finanziell unterstützt haben, gegeben habe, zu brechen." Helmut Kohl Bundeskanzler a. D. und ehemaliger CDU-Ehrenvorsitzender

"Ich gehe davon aus, dass es jetzt innerhalb der Union einen gewissen Machtkampf gibt." Christian Wulff niedersächsischer CDU-Vorsitzender

"Wenn Schäuble im Untersuchungsausschuss den gleichen Quatsch wie zurzeit erzählt, lasse ich den in ein so tiefes Loch fallen, dass man den Aufprall nicht mehr hört." Karlheinz Schreiber steuerflüchtiger Waffenhändler im kanadischen Exil

"Ich werde die Treibjagd beenden und mein Bundestagsmandat niederlegen." Manfred Kanther Bundesinnenminister a. D.

"Es hätte sehr gut sein können, und das behaupte ich auch heute noch, dass jüdische Mitbürger bei einem Todesfall sich doch ihrer alten Stadt Frankfurt oder der Bundesrepublik oder dem Prinzen Wittgenstein, den sie seit vielen Jahren gekannt haben, erkenntlich zeigen wollen." Casimir Prinz Sayn-Wittgenstein ehemaliger Schatzmeister der hessischen CDU, nachdem die Legende von der Finanzierung seiner Partei aus "Vermächtnissen" aufgeflogen war

"Gestern hat ein Ehepaar angerufen und gesagt: Wir werden beide Mitglieder, wir müssen euch helfen." Heinz-Jürgen Engberding Geschäftsführer der CDU-Kreisverbände Bad Dürkheim, Speyer und Neustadt/Weinstraße

Worte der Woche

"Die SPD hat 100 Jahre gebraucht, um in die Regierungsverantwortung zu kommen. Uns haben nur 20 Jahre gereicht." Helmut Lippelt Gründungsmitglied der Grünen, zu deren 20. Geburtstag

"Ich fühle mich nicht als Krimineller, sondern als jemand, der politisch verfolgt wird." Egon Krenz letzter Staatsratsvorsitzender der DDR anlässlich seines Haftantritts in Berlin