Zu Achatz von Müllers Essay über Helmut Kohl und die Ökonomie (ZEIT Nr.

3/00), in dem leider durch einen Schreibfehler des Kanzlers "Bescheidenheitstopik" zur "Bescheidenheitsoptik" mutierte, erreicht uns noch folgende, garantiert fehlerfreie Information eines Lexikonfreundes: Bims, Bimbes (sächlich, männlich), in der Pfalz verbreiteter Ausdruck für "Geld": "Au, där hot dar Bimbes!" (Kaiserslautern) - "Der Bims is all." - "So Bauerschmääd sin beducht, die han Bims." (Pfälzisches Wörterbuch, herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 1965).

Bims (männlich), "Brot, Geld", Bimse (Plural), "Prügel", bimsen = "prügeln", "drillen" (militärisch), "koitieren" (umgangssprachlich). "Bims" ist einer der vielen rotwelschen Ausdrücke, in denen "Brot" mit "Geld" und "Prügel" synonym ist. Die Ableitung ist dunkel höchstwahrscheinlich handelt es sich um eine Nebenform zum rotwelschen "Pimmer" = "Brot". (Siegmund A. Wolf: Deutsche Gaunersprache - Wörterbuch des Rotwelschen Buske Verlag, Hamburg 1985/93)