Der Weg ist das Ziel. Diese strittige Lebensweisheit bietet der Deutschen Bank offenbar einen guten Grund, jetzt auch Computer zu verkaufen. "Wir wollen ein Komplettpaket an die Hand geben", erklärt das Frankfurter Geldhaus. Deutsche Bank 24, Otto Versand und AOL kooperieren daher, um gemeinsam einen Multimedia-PC an den Kunden zu bringen. Das beliebte Internet-Banking sei nun "noch leichter": Stecker in die Dose, einschalten, und drin sei man. Einschließlich Kontoeröffnungspaket kostet der Deutsche-Bank-PC 1599 Mark. Dafür muss allerdings ein 24-monatiges AOL-Abo in Kauf genommen werden.

Der Lorbeer des Ersten gebührt jedoch der BfG-Bank. Sie bietet schon seit Ende November einen preisgünstigen PC an: mit Internet-Anschluss, Monitor und vorinstallierten Programmen zum Preis von 1359 Mark. "Die Aktion läuft gut", der Vorrat reiche nur noch bis Ende Januar, sagen die BfG-Computerverkäufer.

Mit ihren Kampfpreisen wollen BfG und Deutsche Bank keineswegs andere Anbieter von Billigcomputern wie Aldi oder Tchibo ärgern. Vielmehr geht es ihnen um Marktanteile im lukrativen Internet-Banking. Im Unterschied zum Deutsche-Bank-PC bietet der BfG-Rechner jedoch einen echten Clou - ein Kartenlesegerät. Damit kann der modernste Sicherheitsstandard HBCI (Home Banking Computer Interface) genutzt werden. Zu erkennen gibt man sich dem Computer per Chipkarte. Obendrein verspricht HBCI mehr Komfort: So ist die Software beispielsweise multibankfähig, wer will, kann damit auf günstigere Banken und Konten zugreifen. Ob das die PC-Verkäufer richtig bedacht haben?