Hätte oder würde die SPD Erkenntnisse in konkrete Politik umsetzen, dann müsste sich vieles radikal verändern. So bleibt dies eine weitere Aufzählung von Fakten, die längst zum Allgemeingut gehören. Helmut Schmidt beschreibt die Dinge wie ein außenstehender Beobachter, dabei hat er die Entscheidungen in der BRD maßgeblich mit geprägt.

Wir sitzen in der Klemme, denn unseren Kindern können wir nicht sagen, wir hätten vom Treibhauseffekt und seinen Folgen nichts gewusst. Vielleicht gibt es ja zu Beginn des neuen Jahrtausends noch ein Einsehen und eine Chance zur Abwehr einer Klimakatastrophe. Dies bedeutet aber eine radikale Umkehr in unserer Umweltpolitik. Wenn wir nicht zum Handeln bereit sind, handelt die Natur. Die fragt nicht danach, ob es sinnvoll war, in einer globalisierten Welt Autos und Handys aus Japan, Taiwan und Korea nach Deutschland zu verfrachten und Autos mit einer minimalen Energieeffizienz durch die Landschaft zu fahren, und sie akzeptiert auch nicht die Ausrede, man könne als unbedeutender Zeitgenosse doch eh nichts tun.

Willi Hennebrüder, Lemgo

Der verehrte Herr Altbundeskanzler beweist wieder einmal seltenen Durch- und Weitblick. Mich erschreckt besonders die Tatsache, dass zur Wende ins dritte Jahrtausend die krasse Weltpest, der religiöse und ethnische Fanatismus, nicht abnimmt.

Selbst modernste Medien, Computer, verdecken nicht die in Jahrtausenden entstandene Anarchie, die Ungezähmtheit der "Bestie" Mensch.

Klaus Türk, Braunschweig

Helmut Schmidt sieht es als für die Zukunft entscheidend an, "in den breiten Massen der Europäer eine Gesinnung der Toleranz zu erzeugen". Diese Idee von Lessing hat sich - leider - als unbrauchbar erwiesen, wenn wir die Geschehnisse des vergangenen Jahrhunderts betrachten. Die beiden Hauptursachen der von Menschen gemachten Katastrophen, religiöser Fundamentalismus und Chauvinismus, halten sich nicht an die Forderung nach Toleranz!