Ich saß auf der Bank an der Wand eines Landgasthauses und beschrieb eine altertümliche Ansichtskarte aus einem fremden Ort mit Reimen.

Der Vormittag war alttestamentarisch, erfüllt von Düften nach Stroh, nach Spreu, nach lehmiger Tenne, nach Heu, nach gekochten Rüben, nach feuchtem Verputz, nach Fässern aus modrigen Kellern.

Auf die karierten Tischtücher fiel Sonnenlicht, der Staub schwebte schräg, und die Leute bei Brot und Wein schienen heiter und mild.

Alles fügte sich und stimmte, Muster und Stoff, Fenster und Rahmen, der Kupferstich und die Handschrift.

Da kam er über den glatten Boden der Schenke und schmiegte seinen Kopf an mein Knie.

Ich fürchte Hunde seit jeher, doch diesmal zuckte ich nicht.

Ich streichelte ihn und spürte, er hatte sich von einer fernen Kette gelöst.