Walter Riester hat das Gröbste hinter sich. Die unpopulären Nullrunden für Rentner sind beschlossen

bei den Konsensgesprächen über die Zukunft der Alterssicherung trifft er in dieser Woche auf eine geschwächte Opposition.

Pünktlich zur Bundestagswahl wird der Arbeitsminister vermutlich sogar kräftige Rentensteigerungen verkünden dürfen - dann schlagen Eichels Steuersenkungen bei der Rente durch. Für die schlechten Nachrichten ist dann der kleine Koalitionspartner zuständig: Finanziert wird der Rentenzuschlag vor allem durch die Ökosteuer, der Groll der Autofahrer trifft die Grünen stärker als die SPD.

Trotzdem kann der Arbeitsminister nicht mit sich zufrieden sein. Versprochen hat er nämlich eine "zukunftssichere" Rentenversicherung - und dafür taugen seine Vorschläge nicht. Riester will, von den beschlossenen Nullrunden abgesehen, die Verteilung zwischen Alt und Jung nicht weiter korrigieren, die Renten sollen ab 2001 weiter steigen wie bisher.

Für die besonders schwierigen Jahre von 2020 an, das hat der Minister diese Woche überraschend selber zugegeben, bieten seine Pläne keine Lösung. Ein trauriges Bekenntnis: Genau für diese Zeit wird die Reform eigentlich gemacht.

In diesen Jahren werden besonders wenige Erwerbstätige besonders viele Rentner unterstützen müssen

in diesen Jahren drohen nach ernst zu nehmenden Berechnungen Beitragssätze von 24 Prozent und mehr. Betroffen sind alle unter 35, die selbst wiederum keine hohen Renten mehr erwarten können.