Don Quichotte bliebe vermutlich die Luft weg. Denn der Angriff auf die Mühle von Cornwall müsste unter Wasser erfolgen. Das Kraftwerk vor der englischen Küste steht auf dem Meeresboden, funktioniert aber nach demselben Prinzip wie eine Windmühle. Ab Herbst dieses Jahres sollen seine Rotorblätter sich zehn Meter unter der Wasseroberfläche drehen und Strom liefern. Das erste Meeresströmungskraftwerk der Welt nutzt, anders als die bekannten Gezeitenkraftwerke, nicht den Tidenhub, sondern die bei Ebbe und Flut auftretende Meeresströmung. Die Installationskosten pro Kilowatt sind vergleichbar mit denen von Windkraftanlagen. Ein Unterwasserrotor liefert rund 350 Kilowatt. Projektleiter Jochen Bard von der Gesamthochschule Kassel rechnet mit einem Kilowattstundenpreis von - je nach Standort - 10 bis 20 Pfennig. Mit Meeresstrom ließen sich nach Ansicht der Kasseler Energieexperten dereinst 10 bis 15 Prozent des Strombedarfs in England decken.

Wenn die Herdplatte unter der Hand glüht, reagiert der Körper erst, wenn die Meldung davon unser zentrales Nervensystem erreicht hat. Dazu aber muss unser Rückenmark in Kontakt mit den peripheren Nervensträngen sein. Diese Verbindung wird von Spinalnerven über die an dem Rückenmark andockenden Nervenwurzeln hergestellt. Werden die neuronalen Brücken gekappt, etwa bei einem Unfall, hat das dramatische Folgen für die Opfer: Gliedmaßen können taub oder gänzlich gelähmt bleiben. Verschiedene Forscher konnten zwar das Wachstum von Nervenfasern und -wurzeln anregen, nie jedoch gelang es, deren Kontakt zum Rückenmark wiederherzustellen. Britische Neurowissenschaftler haben nun - vorerst bei Ratten - jene Neuronen zum Wachsen angeregt, die Rückenmark und periphere Nervenstränge wieder verbinden. Nach der Behandlung mit drei verschiedenen Wachstumsfaktoren konnten die Nagetiere wieder Berührungen und Hitze fühlen (Nature, Bd. 403, S. 312-316).

Diesel aus Raps statt Mineralöl: Was verlockend klingt, bringt weder der Volkswirtschaft noch dem Klima entscheidende Vorteile. So lautet der Befund zweier Gutachten des Heidelberger ifeu-Instituts und der Ruhr-Universität Bochum. Zwar entsteht bei der Verbrennung des "Biodiesels" kaum klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2), im Endeffekt nur so viel, wie die Pflanzen beim Wachsen aus der Atmosphäre ziehen. Allerdings könnte maximal ein halbes Prozent des deutschen Bedarfs angebaut werden - und das nur unter hohem Flächenverbrauch und intensivem Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Mit Gebäudesanierungen, schreiben die Experten, ließe sich der CO2-Ausstoß wesentlich effektiver verringern. Auch ökonomisch brächte eine Umstellung auf Rapsdiesel nichts: Arbeitsplätze würden kaum geschaffen, und ohne staatliche Subventionen ist der Treibstoff nicht konkurrenzfähig.