Letzte Woche hatte ich ein scheußliches Erlebnis. Ich rief meinen 82-jährigen Vater in Australien an. Für ihn war es halb neun Uhr morgens.

Als er den Hörer abnahm, wusste ich, dass ich ihn geweckt hatte. Seine Stimme klang benommen. Sein polnisch-jüdischer Akzent war deutlicher als sonst. Trotzdem schien er sich zu freuen, von mir zu hören.

"Nein, nein", wehrte er ab. "Ich bin noch im Bett, aber ich war schon wach."

"Du klingst noch ganz schlaftrunken", sagte ich.

"Ich bin aber wach", sagte er so schläfrig, als sei er im Begriff einzunicken.

Ich machte mir Sorgen. Irgendetwas stimmte nicht. "Deine Stimme klingt so komisch, Dad", sagte ich. - "Ich nehm ein anderes Telefon", sagte er.

Eines seiner Telefone hatte seit Wochen nicht richtig funktioniert. "Nein, lass nur, ich rufe in fünf Minuten wieder an", sagte ich. "Bis dahin bist du dann richtig wach."