Am Anfang ist das Weiß. Ein unberührtes, unschuldiges Weiß, das natürlich nicht so bleiben wird, das kündigt sich schon aus der Ferne an. Und gleich beginnt eine dieser bizarren Geschichten, für die das Regieteam bekannt ist.

Genauer: Viele kleine Geschichten nehmen ihren Lauf. Denn so, wie sich im Weiß sämtliche Farben bündeln, so sammeln sich in diesem Film alle möglichen Erzählsplitter und bilden ein Ganzes, beunruhigend und schaurig schön.

Dabei war der Plan gar nicht mal so schlecht. Nur läuft er von Beginn an schief, weil keiner der Beteiligten so reagiert, wie es die andern erwarten.

Weil einer sowieso immer der Verlierer ist. Weil die Macht des Geldes so groß ist wie die des Zufalls, der ganz ohne Absicht fast immer Gewalt provoziert.

Und doch bleibt in alldem auch eine Ahnung von Glück. Das hat hier mit Fischen und Wildenten zu tun, jedenfalls mit den unscheinbareren Seiten des Lebens. Und es hat mit Zeit zu tun, denn alles braucht Zeit, vor allem: den richtigen Zeitpunkt.

Mit dieser Lektion endet dieser Film, der ein lakonischer Thriller ist und zugleich das Psychogramm einer Landschaft und deren Bewohner. Für die Dreharbeiten waren die Filmemacher, die auch in früheren Filmen ihr Faible für verstörte Männer und kluge Frauen bewiesen, an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt. Dort komponierten sie ihr bitterböses Märchen, dessen Bilder mehrfach wie gemalt wirken und lange im Gedächtnis bleiben. Wie heißt der Film?

Auflösung aus Nr. 4: Marathon Man. John Schlesinger drehte den Thriller 1976 mit Dustin Hoffman in der Titelrolle.