Die Bundeswehr selbst hat sich nie ernsthaft gegen den Dienst von Frauen an der Waffe gesträubt. Das verdeutlichen bereits die Untersuchungen der so genannten Langzeitkommission Anfang der achtziger Jahre, die unter anderem darauf abzielten, trotz der bevorstehenden geburtenschwachen Rekrutenjahrgänge die Personalbedarfsdeckung der Streitkräfte sicherzustellen.

Schon damals wurde in den Führungsstäben in der uneingeschränkten Öffnung der Bundeswehr für Frauen ein wirksames Mittel gesehen, diesem Ziel näher zu kommen. Dem Primat der Politik verpflichtet, hat man ihrer Realisierbarkeit allerdings angesichts Artikel 12 a (Absatz 4, Satz 2) des Grundgesetzes und der ablehnenden Haltung, die seinerzeit in noch viel ausgeprägterem Maß als heute vom überwiegenden Teil der Politiker aller Couleur in dieser Frage vertreten wurde, keine Chance eingeräumt.

Soll dies nun anders werden, muss in der Tat Artikel 12 a geändert werden, was der Gesetzgeber bekanntermaßen mit Zweidrittelmehrheit(!) zu beschließen hat.

Karl-Heinz Jonas Neunkirchen

Was habe ich dafür getan, um nicht mehr als ein Jahr olivgrüne Unterhosen tragen zu müssen! Seitenlange Begründungen schreiben, jeden Satz abwägen ...

Frau Kreil sieht das wohl anders. Anstatt froh zu sein, nicht "an der Waffe dienen zu müssen", fordert sie Gleichberechtigung bis zum bitteren(?) Ende.

Mich würde interessieren, wie Frau Kreil reagiert, wenn sie den ersten Menschen erschossen hat! Ob sie sich dann auf den Grundgesetzartikel 4, Absatz 3 (Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden) beruft? Aber das macht sie ja freiwillig oder etwa nicht?