Zwar ließ die Dynamik in den letzten Monaten etwas nach, doch insgesamt können die Autoverkäufer in Deutschland mit 1999 zufrieden sein: Im fünften Jahr hintereinander schloss das Autojahr mit einem Plus (1,8 Prozent) ab, insgesamt wurden ziemlich genau 3,8 Millionen neue Pkw erstmals zugelassen.

Spitzenreiter war traditionsgemäß der Golf aus dem Hause Volkswagen, wobei allerdings der Plattform-Bruder Bora mitgezählt ist. Es folgt, wie gehabt, der Opel Astra. Dahinter gab es allerdings etliche Positionswechsel, wobei neuere Modelle häufig auch ihren Konzernbrüdern Kunden wegschnappten. Die 3er Serie von BMW schaffte beispielsweise den Sprung von Rang 6 auf 3, die Mercedes A-Klasse schob sich von Rang 16 auf Rang 6 und wurde damit zur meistverkauften Modellreihe der Stuttgarter. Zurückgefallen sind der Opel Vectra (von 5 auf 9) und insbesondere die Ford-Modelle Fiesta und Mondeo, die ganz aus der Top-15-Bestsellerliste verschwanden. Das Schicksal der Modelle ist ein Indiz für die Verschiebungen der Marktanteile der Konzerne. Zu den Gewinnern zählten der VW-Konzern (Audi, Seat, Skoda, VW), DaimlerChrysler und nicht zuletzt auch die französischen Marken Renault und Peugeot, auf der Verliererseite standen Fiat, Ford, Opel und die japanischen Marken.