Tipps für jeden Geldbeutel

Im Jahr 1964 erschien der erste Michelin-Guide in Deutschland. Heute ist die "rote Bibel" auf 9637 Hotel- und Restaurantadressen angewachsen. 7950 Hotels und 1687 Lokale empfiehlt die anonyme Tester-Crew. Berühmt wurde der Michelin für die Vergabe von Sternen an Restaurants. Einen Stern für "sehr gute Küche" bis zu maximal drei Sternen für eine "der besten Küchen".

Ein Neuzugang diesmal an der Drei-Sterne-Spitze: Das Waldhotel Sonnora in Wittlich gehört nun zu den besten Deutschlands - neben der Schwarzwaldstube in Baiersbronn, dem Restaurant Dieter Müller in Bergisch Gladbach und Düsseldorfs Im Schiffchen. Shooting-Star auf dem Zwei-Sterne-Niveau ist Christian Bau vom Gourmet-Restaurant Schloss Berg in Perl. Der Wohlfahrt-Schüler holte sich letztes Jahr nach nur wenigen Monaten den ersten, dieses Jahr den zweiten Stern. Auch das Landhaus Ville in Pulheim bei Köln kann sich mit einem zweiten Stern schmücken. Jeweils einen Stern ließen die Geschmackswächter über 21 Lokalen aufgehen, 27 verloren ihre Auszeichnung.

Die Beschreibung der Häuser erfolgt ausschließlich in Form von Piktogrammen.

Mehr als 40 Symbole informieren über Lage, Ausstattung, Preis-Leistungs-Verhältnis und noch vieles mehr. Eine Symbollitanei, die sich der Benutzer durch ständiges Vor- und Zurückblättern mühsam aneignen muss.

Doch wer die Bildsprache beherrscht, findet die gewünschte Information schnell.

Der Michelin ist ein Führer mit Tipps für jeden Geldbeutel und für die entlegensten Orte. Das rote Michelin-Männchen weist Lokale aus, die ein Drei-Gänge-Menü für unter 50 Mark anbieten. Zwei Geldmünzen kennzeichnen einen Betrieb mit einem Drei-Gänge-Menü, das weniger als 25 Mark kostet.