Margret Tenbuß: 1966 bin ich zur Jahrhundertfeier nach Monaco gereist.

Wir haben dort gezeltet, um dieses Ereignis mitzuerleben. Ich konnte sogar bis zum kalten Buffet vordringen, habe aber natürlich nichts gegessen. Sonst hätten mir meine Marmeladenbrote nicht mehr geschmeckt, die ich vorsichtshalber fürs lange Warten bei mir trug. Später glückten mir dann großartige Schnappschüsse, morgens gegen fünf, halb sechs Uhr.

Christel Tenbuß: Grace Kelly fuhr gerade in einem offenen VW von der Feier weg.

Der Fürst saß neben ihr, drehte sich um und lächelte mir aus dem bereits fahrenden Auto zu. Ich bin ja mit meinen Stöckelschuhen, ich weiß nicht mit wie viel Stundenkilometern, hinter dem Wagen hergelaufen. Bis mir die Zunge aus dem Hals hing.

Höchstens mit 20 Stundenkilometern, das Auto fuhr erst in Schrittgeschwindigkeit an.

10 Stundenkilometer bin ich auf jeden Fall gelaufen. Ich wollte meine Schuhe ausziehen und weiterrennen. Aber es waren die einzigen Strümpfe, die ich mithatte. Dann gab ich dem Fürsten ein Zeichen, dass er Grace Kelly auf die Schulter klopfen soll, damit sie sich auch umdreht. Und das hat sie dann auch gemacht.

Wir sind heute noch glücklich über dieses Foto.