Der Preisschock auf dem Ölmarkt Anfang der siebziger Jahre hat seine Wirkung nicht verfehlt. Damals importierte Deutschland das Gros des Öls aus den zum Opec-Kartell gehörenden Ländern des Nahen Ostens und Afrikas. Heute stammen von den reichlich 100 Millionen Tonnen importierten Rohöls nur noch 28 Prozent aus Mitgliedsländern der Opec. Zu Hauptlieferanten sind stattdessen Russland, Norwegen und Großbritannien aufgestiegen. Allerdings verfügen diese Nicht-Opec-Länder nur über vergleichsweise geringe Rohölreserven. Deutschland wie auch andere Industrieländer sind deshalb gezwungen, sich in Zukunft wieder verstärkt beim Ölkartell zu bedienen. Mehr als drei Viertel aller Ölreserven der Welt lagern im Boden der elf Opec-Länder.