Eine kleine Gruppe einflussreicher Menschen, die oft selbst nicht genau wissen, wie sie einen Trend beschließen, sind die Einkäufer. Schokolade, Kamel, Rouge: das sind ganz offensichtlich die Farben des nächsten Winters.

Viel Zeit bleibt nicht. Schon wartet das Taxi zur nächsten Show.

Hier sitzen sie bei der Balenciaga-Schau, die wichtigen Einkäufer - Bernard Thomas von Brown's aus London, Fred Segal von Barney's aus New York, Elizabeth Hui von Bergdorf Goodman aus New York, die Einkäufer von Läden wie Colette aus Paris, United Arrows aus Tokyo oder Le Louvre aus Melbourne - in Reihe eins oder zumindest so, dass man den Stand der Geschäftsbeziehungen bequem an der Reihennummer ablesen kann. Die Colette-Einkäuferin Sarah etwa dürfte nicht allzu weit vorne sitzen. Schließlich wird Balenciaga in Paris beim Colette-Konkurrenzladen Maria Luisa verkauft. Es geht nicht darum, dass man von dem Platz aus optimal sieht - die Schauen dienen für die Einkäufer nur dazu, den Ton, den Trend, die Inspiration eines Designers zu ermitteln.

Ein anderes Gesetz lautet: Trag immer die Kleider des Designers, auf dessen Schau du bist. Weil das aber für die Einkäufer nicht so einfach ist, die am Tag auf bis zu acht Schauen hetzen, bleibt eines in jedem Jahr gleich. Im Publikum dominiert eine Farbe. Schwarz.