Durch eine Presseerklärung ließ Wien unlängst verbreiten, das Internet-Angebot der österreichischen Hauptstadt unter www.info.wien.at halte nun auch Tipps für behinderte Besucher bereit. Etwas versteckt unter der Rubrik Klassiker und Spezielles verbirgt sich die Datei Wien für Gäste mit Handicaps zum Herunterladen. Die gebotenen Informationen sind umfangreich.

Bei den aufgelisteten Hotels werden beispielsweise Stufen im Eingangsbereich, die Breite von Schwingtüren oder die Höhe des Rezeptionspultes genannt.

Hilfreich sind auch die Auflistung der Restaurants mit Blindenspeisekarte sowie Adressen für die Feriendialyse oder das Ausleihen von Rollstühlen.

Offen bleiben die Wiener aber auch, wenn es Probleme gibt.

U-Bahn-Haltestellen ohne Fahrstuhl werden als solche aufgeführt.

Wien kann sich mit seinem Service für behinderte Besucher sehen lassen. Wie aber sieht es mit den anderen europäischen Hauptstädten aus? Ein virtueller Streifzug durch eine Auswahl europäischer Metropolen: Die Reise führt zunächst in die Schweiz. Unter www.berne.ch findet sich eine Fülle von Informationen - leider keine, die sich an Reisende mit Behinderungen richtet. Im digitalen Madrid (www. munimadrid.es) ist die Situation ähnlich. Die Suche geht weiter und führt nach Paris. Unter www.paris.com bleibt sie zwar erfolglos, doch die Linksammlung unter www.paris-touristoffice.com bietet zwei nützliche Verweise. Die Informationen unter whanditel.jouve.fr werden auch auf Englisch angeboten.

Der nächste Stopp ist Luxemburg (www.luxembourg-ville.lu). Der Blick in den Index reicht nicht aus, erst die Suchfunktion bringt den Verweis auf Info-Handicap (www.socialnet.lu/org/infohandicap/de.html) zum Vorschein. Die Vereinigung zahlreicher Behindertenverbände bietet ihre Informationen auch auf Deutsch an. Mit Brüssel (www.brusselsdiscovery.com sowie www.opt.be) reiht sich dann allerdings ein weiterer virtueller Auftritt in die Reihe derer, die ihre behinderten Besucher vernachlässigen.