Sehr geehrte Redaktion Leben,

in der Berliner Morgenpost vom 23. Februar 2000 las ich von einer Waschmaschinenausstellung im KaDeWe. Rudolf Miele, der bescheidene König der Hausgeräte, habe sie eröffnet, von Journalisten umschwärmt, als sei er ein hoher Staatsgast. Wussten Sie das? Ich fand das verblüffend, umso mehr, als die Berliner Morgenpost von ähnlicher Resonanz aus Moskau zu berichten wusste: Dort sei Rudolf Miele kürzlich in einer Heißmangel gewesen, das russische Fernsehen habe einen zehnminütigen Beitrag ausgestrahlt. Als gelegentlicher Leser Ihrer Zeitung finde ich es schade, dass Sie über die großen Männer der Haushaltstechnik nie berichten! Warum nicht?, fragt Ihr

Sehr geehrter Herr Stock,

könnte Ihnen unsere Reportage über Fritz Vorwerk, den gebeutelten Herrscher der Handstaubsauger entgangen sein? Haben Sie unseren Nachruf auf Friedensreich Rowenta, den sympathischen Nestor des Dampfbügeleisens, nicht gelesen? Das große Stück Der Graf, der Schatten warf zum 125. Geburtstag von Ewald von Osram? Und, grad letzte Woche, das sensible Porträt des DJ Bulthaup, Godfather of inbuilt kitchen? Sie sollten abonnieren! rät Ihre REDAKTION LEBEN