Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter stärker motivieren, mit adäquaten Aufgaben fordern und weit reichenden Kompetenzen ausstatten. Ein zufriedener Mitarbeiter, dem es in seinem Berufsalltag vergönnt ist, Erfolgserlebnisse zu erzielen und sich weiterzuentwickeln, wird selten auf die Idee kommen, sich während der Arbeitszeit der tumben Moorhuhnballerei hinzugeben.

Dr. Annegret Winkler Leonberg

Das von Vorgesetzten stillschweigend geduldete Spielen und private Surfen ist für mich nicht nachvollziehbar. Auch Motivationsschübe der spielaktiven Mitarbeiter nach regelmäßigen und ausgiebigen "Entspannungsausflügen" habe ich bislang nicht feststellen können. Diese Auszeiten führen hingegen zu zunehmender Demotivation derjenigen Mitarbeiter, die sich aufgrund ihrer Arbeitsauffassung derartigem Suchtverhalten nicht hingeben, und vor allem zu deren Mehrbelastung. Zu erledigende Aufgaben lassen sich nun mal nicht einfach wegklicken. Dass man mit Kritik bei Vorgesetzten auf taube Ohren stößt, kann einen schon einigermaßen resignieren lassen. Und die Aussicht, dass es für das Ausleben des Spieltriebes am Arbeitsplatz nun auch noch eine rechtliche Absicherung geben soll, gibt mir irgendwie den Rest!

Annette Maron, Köln