Es war also eine große Familie, und die Sorgen um die Kinder nahmen kein Ende. Zwar war der Vater in Amt und Würden, ja, er war inzwischen sogar geadelt worden, arbeitete von morgens bis abends und schrieb gar manche Nacht durch, aber das Geld war immer knapp.

Dass er neben seinen amtlichen Arbeiten überhaupt noch Zeit und vor allem Ruhe fand, verdankte er seiner Frau, die alles Störende von ihm fern hielt.

Und da er nie etwas für sich erbitten mochte, nicht von Freunden und nicht vom Landesherrn, überließ er auch das lieber seiner Frau, die ihm einst schrieb: Du wirst mir Leben und Seligkeit geben - aber ich Dir nichts - als gute, treue, ganze Liebe. Wie bange wird mir oft über mein Nichts!

Wer war's?

Auflösung aus Nr. 9: Es war der Schriftsteller Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher (1883 bis 1934), der als Schiffsjunge um die Welt reiste und mit seinen humorvollen und oft auch wehmütigen Versen großen Erfolg hatte. - Zitiert wurde nach der Rowohlt-Monographie von Herbert Günther, Joachim Ringelnatz in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten.