Unser Verhältnis zu den Universitäten sehen wir recht entspannt. Unis konzentrieren sich auf die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung, und hier ist im Moment und auch in Zukunft der größte Bedarf und die Herausforderung. Wir sehen unsere Aufgabe vornehmlich darin, wissenschaftliche Theorien aufzugreifen und sie in serienreife Verfahren umzusetzen, was bei der Komplexität moderner Produktions- und Informationsprozesse bestimmt nicht immer einfacher ist, als die zugrunde liegende Idee erst zu finden.

Prof. Dr. Franz Josef Plötz Rosenheim

Mehr als 99 Prozent der Gelder der Deutschen Forschungsgemeinschaft - nach wissenschaftlichen Qualitätsmaßstäben vergeben - fließen in die Universitäten. Nach Ansicht des Autors: Geldverschwendung. Dass der Standort Deutschland immer mehr am intellektuellen Tropf des Auslands hängt, weil wir zu wenig hoch qualifizierte Forscher in der Industrie haben, wird dezent unter den Tisch gekehrt.

Was diesem Artikel fehlt, ist das mutige Bekenntnis, dass Fachhochschulen und Universitäten einen unterschiedlichen gesellschaftlichen Auftrag haben. Der Klassenkampf, in welchen beide Institutionen so gerne hineingetrieben werden, erleichtert es, sie bei der Verteilung von Geld und Schuldzuweisungen gegeneinander auszuspielen. Bei diesem Spiel geht dann leicht das unter, was eigentlich diskutiert werden sollte: ob die Rahmenbedingungen, unter denen jede Institution - für sich genommen und in freundschaftlicher Zusammenarbeit - operieren muss, auch ihrem jeweiligen Auftrag angemessen sind.

Prof. Dr. Clemens Cap Rostock

Seit vielen Jahren bin ich mit so genannten Anerkennungen von Prüfungsleistungen von FH-Studenten vertraut und muss ständig mit Entsetzen feststellen, welche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit besteht.

Teilweise liegt das Niveau einer Fachoberschule vor.