Was für ein Tag hätte das für die serbische Opposition werden können: der 9.

März. Immerhin hatte Milosevic genau vor neun Jahren zum ersten Mal Panzer losgeschickt. Und zwar gegen die eigenen Leute, die zu Hunderttausenden in Belgrads Straßen gegen das Regime demonstrierten. Noch vor Kroatien, Bosnien und Kosovo ließ er seine Soldateska gegen die Serben marschieren und ihren Widerstand im Blut ersticken. Da hätte die Opposition doch einmal zeigen können, dass sie es gewesen ist, gegen die der Despot als Erster Krieg führte. Sie hätte zeigen können, dass sich Belgrad einst gewehrt hatte. Die Stadt war unterlegen, aber sie besaß die Würde eines Verlierers, der gekämpft hatte. Doch aus dem Jahrestag ist nichts geworden. Die Opposition konnte sich nicht einigen jede Demonstration zur Erinnerung an ihre große Stunde wurde abgesagt. Eine vertane Chance. Eine der vielen.