Es sieht nicht gut aus im Big-Brother-Haus. Des Senders Bestreben, nun endlich Zoff und Leben in die Bude zu bringen, scheitert noch immer am zähen Quietismus der Kandidaten

möglicherweise ist das Konzept mit diesen jugendlichen Vertretern der Zivilgesellschaft überhaupt nicht umzusetzen. Wir möchten daher der Medienschelte für einen Moment entsagen und, wie es schon im Sozialismus guter Brauch war, konstruktive Kritik üben. Wir schlagen einen Generationswechsel vor. Zurück zu den alten Kämpen, die sich in der Fernsehspaßgesellschaft schon bewährt haben! Für Zlatko sollte man Peter Gauweiler einwechseln, den virilen Gregor Gysi für den abgeschlafften Porsche-Fahrer, Heiner Geißler für den verwitterten Bodybuilder aus Köln.

Alfred Biolek könnte den Tätowierten aus Potsdam ersetzen

gewiss hätte Bio Lust, auch einmal seine Tatoos zu zeigen. Der beleidigte Thomas, der die Bude schon verlassen hat, könnte von Oskar Lafontaine gespielt werden

sicher würde auch er beteuern, keine Rotlichtmanieren aufkommen zu lassen und Manuela nicht anzufassen. Letztere wäre wohl durch Naddel Seebacher-Brandt zu ersetzen

und die schnippische Kerstin durch Hertha Däubler-Gmelin. Regine Hildebrandt müsste die Stelle der Stoppelhaarigen übernehmen und Hildegard Hamm-Brücher in die Kostümchen von Despina schlüpfen. Wenn man nun noch Gertrud Höhler überreden könnte, auf die Gesellschaft ihres Sohnes Abel zu verzichten: Sie wäre prädestiniert, für die züchtig zurückhaltende Porno-Queen Jana einzuspringen. Und dann - heißa hopsasa! Das wäre eine Hass- und Quasselbude! Da könnten die Alten einmal zeigen, was die Jugend nimmer mehr lernt.