Blutspenden sollen demnächst von den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) befreit und damit sicherer werden. Das kündigte Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer an. Zwar bekämpfen Leukozyten Viren und Bakterien, dies jedoch nur im Körper des Spenders. Für den Empfänger kann die Leukozytenfracht im Blut unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge haben. In den weißen Blutkörperchen können bestimmte Viren überleben, die vor allem abwehrgeschwächte Patienten gefährden. Bei Transplantationen sorgen fremde Leukozyten im Spenderblut teilweise sogar dafür, dass der Körper das neue Organ abstößt.

Schmutz ohne Schauer Bislang gingen Meteorologen davon aus, dass starke Luftverschmutzung mehr Niederschlag hervorruft. Die Dreckpartikel bilden nämlich die zur Bildung von Wassertröpfchen notwendigen Kondensationskeime. Doch Tröpfchen in verschmutzten Wolken sind zu klein, um häufig genug aufeinander zu treffen und zu Regentropfen zu verschmelzen. Das wies der israelische Wissenschaftler Daniel Rosenfeld anhand von Satellitenmessungen über Istanbul sowie kanadischen und australischen Industrieanlagen nach (Science, Bd. 287, S.

1974). Normalerweise müssen etwa eine Million Tröpfchen kollidieren, damit sich ein Regentropfen bildet, der groß genug ist, um zu Boden zu fallen.

Auf der Spur des Eisenboten Das verbreitetste Erbleiden in der westlichen Welt ist die so genannte Hämochromatose, eine Erkrankung, bei der Zellen zu viel Eisen aufnehmen und nicht mehr an den Blutkreislauf abgeben. Die Folgen sind Leberzirrhosen und Herzschäden. Nun ist es gelungen, die Grundlagen des Eisenstoffwechsels und seiner Unterbrechung bei Hämochromatose besser zu verstehen. Unter Leitung von Karin Brennan und Matthias Hentze vom European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg haben mehrere Forscherteams ein Protein bei Mäusen entdeckt, das Eisenionen durch die Zellmembran hinausschleust (Molecular Cell, Bd. 5, S. 299). Die Wissenschaftler betonen, dass es sich bei dem Ireg1 genannten Eiweiß vermutlich um das Molekül handelt, das auch den Eisentransport von der Plazenta zum Fötus regelt.

Dufter Verschleiß Wenn der Rasierapparat plötzlich nach Zitrone riecht, könnte dies eine dezente Empfehlung sein, die abgenutzte Scherfolie auszutauschen. So stellen sich zumindest Forscher am Fraunhofer-Institut für Schicht und Oberflächentechnik (IST) in Braunschweig eine mögliche Anwendung für winzige gefüllte Kunststoffkapseln vor. Am IST lassen sich solche Mikrokapseln nun auch fein verteilt in galvanisch abgeschiedene Metallschichten einbauen.

Gefüllt mit Duftstoffen, künden sie dann einem geeigneten Sensor vom Verschleiß eines Maschinenbauteils. Mit Öl als Füllstoff lassen sich aber auch selbstschmierende Oberflächen erzeugen. Die winzigen Kügelchen findet man bereits seit langem etwa im Durchschreibepapier von Formularen, wo sie bei Druck Farbe freisetzen.