Liebhaber sind von nun an überflüssig. Diese Maschine ist organisch: Das Netzteil sieht aus wie ein Ufo, und immer wenn man die Hand drauflegt, ist es angenehm warm, das Stromkabel transparent, der Stecker ebenfalls: Ein Negligé aus Plastik. Wenn man das neue Powerbook schlafen legt, blinkt es nicht so nervös wie die alten Modelle, sondern atmet ein grünes Leuchten in den Raum - als träume es, schreibe die Geschichten weiter, nicht dazu in der Lage, die eigene Fantasie zu zügeln - ständig im Netz, wie es scheint.

Eine Überlegenheit kaufen - für 6000 Mark. Seine Fähigkeiten ins Monströse erweitern durch Verbrüderung mit einer Maschine, deren 400 Megahertz-Prozessor so viel schneller und präziser schlägt als ein menschliches Herz. Man packt das Ding aus seiner hellblauen Geschenkschachtel, klappt zum ersten Mal den Bildschirm hoch und zieht die jungfräuliche Plastikfolie ab. Jetzt gehört die Liebste mir - und umgekehrt. Jetzt lege ich meine zehn Finger darauf und bin einer der Ersten im ganzen Land, denn die neuen Maschinen von Apple sind zwar seit langem angekündigt, aber aufgrund einer komplexen Lieferungsdramaturgie erreichen sie manche Läden schneller als andere. Und während das neue Lombard diesen Text bereits schreibt - ich selbst stelle nichts als die Motorik zur Verfügung, habe vorher Yoga gemacht, war Joggen und in der Badewanne, um dieser Superpotenz irgendwie standhalten zu können -, sagen nacheinander alle großen Computergeschäfte am Telefon: "Sind noch nicht eingetroffen. Wir wissen nichts. Wir warten."

Service Offensive Berlin, Tel.: 030/823 20 66.