Flüsse bergen ein widersprüchliches Potenzial - sie verbinden oder sie trennen, je nach politischer Situation. Und die war bekanntlich so, dass die Elbe zwischen Hamburg und dem Wendland die innerdeutsche Grenze markierte.

Was nicht ohne Folgen blieb: Boizenburg, Dömitz, Wittenberge wurden für Westler zur Terra incognita, während sich die Gegend um Dannenberg zu einem Bio- und Soziotop für stadtmüde Ökos entwickelte. Für den Touristen von heute bedeutet das: Natur pur ist nur der halbe Reiz. Und hier hilft Hans-Dieter Reinkes Reiseführer Die Elbe von Hamburg bis zum Wendland (Ellert und Richter, Hamburg 1999 144 S., 19,80 DM) weiter: Die Beschreibungen der Wander- und Radwege markieren die landschaftlich wie historisch interessanten Stellen, sie bieten Tipps für Leute, die sowohl wissen wollen, wo's gute Bratkartoffeln gibt, wie auch, was östlich der Elbe zu DDR-Zeiten so los war.