Herr Becker, Sie sind ein Mann, der Autos liebt. Jetzt ist der Fotoband car crashes von Mell Kilpatrick auf den Markt gekommen, der komplett zertrümmerte Karosserien nach Verkehrsunfällen zeigt. Was empfinden Sie angesichts solcher Bilder?

Die erste Frage ist für mich noch immer: Was ist mit dem Lenker passiert oder mit dem Beifahrer oder mit dem, der in den Unfall verwickelt worden ist? Dann ist die nächste Frage: Kann das Auto wieder repariert werden?

Denken Sie beim Verkauf von Neuwagen auch über deren Endlichkeit nach?

Ach, bei schönen Autos, bei extrem schönen Autos gibt es keine Endlichkeit.

Zwei Drittel aller seit 1904 gebauten Rolls Royce existieren noch.

Da unternimmt man lebensverlängernde Maßnahmen?

Richtig. Ein Rolls Royce nutzt sich ja auch nicht ab. Ein Rolls Royce ist eine Kapitalanlage. Gustaf Gründgens war 1958 unser erster Rolls-Royce-Kunde.