Lange galten die Ostrentner als Gewinner der Einheit. Die durchschnittlichen Renten sind in den neuen Bundesländern höher als im Westen. Das liegt vor allem daran, dass zu DDR-Zeiten viele ostdeutsche Frauen berufstätig waren - in der Bundesrepublik hatten in den vergangenen Jahrzehnten weniger Frauen einen Job, entsprechend niedriger sind ihre Rentenansprüche. Auf Dauer wird sich die Ost-West-Relation jedoch nach Ansicht von Experten wieder zugunsten des Westens verschieben. Wegen der geringeren Arbeitslosigkeit sind die Anwartschaften höher, außerdem haben viel mehr westdeutsche Beschäftigte Aussicht auf gute Betriebsrenten. Schon heute ist das Einkommensgefälle der Rentner im Osten kleiner als im Westen, wo mehr Zusatzeinkünfte die gesetzliche Rente aufbessern.