IHRE MUTTER setzt sie vom Schoß auf den Boden. Ziemlich unsanft diesmal. Vor ein paar Tagen hat die Frau sie aus dem Heim geholt und gesagt, dass sie ihre Mutter sei. Giovanna drängt sich an das Knie der Frau und versucht erneut, auf ihren Schoß zu klettern. Die Mutter gibt ihr einen Schubs, dass sie hart auf die Dielen fällt. Großvater Karl blickt erstaunt von seiner Zeitung auf.

Das Kind fängt an zu weinen.

Komm, sagt die Frau genervt. Sie zerrt die Kleine an einem Arm hoch und zieht sie hinter sich her. Ein paar Steinstufen hinab, über den Hof, zum Kohlenkeller. Stößt sie in die dunkle Höhle, wirft die Tür zu und dreht den Schlüssel herum.

Ein leichtes Scheppern am Schloss. Langsam schiebt sich die Tür wieder auf.

Giovanna sieht, wie sich der Mann, der Karl heißt und den sie Opi nennt, vorsichtig durch den hellen Spalt zwängt. Sie schluchzt laut auf vor Erleichterung und klammert sich an ihm fest. Der Mann zieht ihren Kopf an seinen Leib, fängt an zu keuchen. Er hebt sie hoch, zieht ihr die Unterhosen aus, öffnet seinen Gürtel, schiebt seine Kleidung nach unten. Mit einem Arm presst er sie fest an sich, mit dem anderen greift er ihr von hinten zwischen die Beine, stößt mit dem Finger in sie hinein, drückt sie sich auf den Schoß.

Ein greller Schmerz. Nur kurz. Bis sie die Besinnung verliert.

Opi hat lange mit ihr zu tun. Ab und an stößt ihr Bewusstsein in das Keuchen und Grabschen zurück, versinkt wieder. Einmal kommt sie vor glibbriger Atemnot zu sich, erbricht sich würgend und hört Opi beschwichtigend murmeln: Nur stille, stille, Kind. Irgendwann ist sie wieder bei sich. Verschmiert, ein wundes, zermartertes Tier, und wie ein Tier winselt sie. Über ihr Opis Gesicht. Er drückt ihr die Hand auf den Mund. Psst, psst! Dann legt er sie sich wieder zurecht.