Den Anschluss verpasst hatte der Koffer einer Urlauberin, die via Bukarest für acht Tage nach China reiste. Das Gepäck blieb beim Umsteigen liegen, sodass sie am Zielort ohne ihre persönlichen Sachen war. Das Urteil des Amtsgerichts Nürnberg: Rückerstattung in Höhe von 50 Prozent des Reisepreises (Az. 45 C 7300/96), da der Veranstalter verpflichtet sei, Kundengepäck bis zum Zielort zu transportieren, und deshalb auch für Fehler der Fluglinie geradestehen müsse.

Schmuck sollte im Hotelsafe verwahrt werden. Wenn die Preziosen dort verschwinden, kann ein Pauschalurlauber sich jedoch nicht am Veranstalter schadlos halten. Dieser müsse zwar, wie das Landgericht München (Az. 17 U 1581/99) befand, seine Vertragshäuser sorgfältig auswählen und überwachen. Er sei aber nicht verpflichtet, den Safe auf verborgene Sicherheitsmängel zu kontrollieren. Für dort hinterlegte Wertsachen hafte allein der Hotelier.