Gewalt und Leidenschaft auf einer kleinen Insel im Nordwesten der USA. Mit dem Krieg bricht altes Gezeter aus zwischen Einheimischen und japanischen Einwanderern. Unterschiedliche Zeitebenen sind zu eigenen Welten zugespitzt: das Verwunschene der Kindheit in den Dreißigern. Das Ernüchternde der Jugendzeit in den Vierzigern. Und die Qual der Erwachsenenjahre in den Fünfzigern, wo zu verarbeiten ist, was zuvor alles schief gelaufen war. Hin und her springt Scott Hicks in den Zeiten, um aufzudecken, wo die Ursache für Streit und Trennung liegt. Schnee, der auf Zedern fällt (nach David Gutersons Roman) ist ein irritierendes Puzzle, das sich erst nach und nach zu einer Klage fügt über den fatalen Irrweg der Dinge. Dabei entwickeln einzelne Szenen oft einen suggestiven Zauber, den der Film insgesamt nicht hält. Es geht um eine diskriminierende Beschuldigung und den dazugehörigen Prozess, um das politische Klima in den USA nach Pearl Harbor, und um eine alte Liebe, die ohne Happy Ending bleibt. Das Leben ist eine Zeder. Und auf die fällt eben manchmal Schnee.